Ausstellung „Arisierung“ in Köln. „Deutsche verwerten ihre jüdischen Nachbarn“

31.1. – 22.2.06
Ausstellungseröffnung mit einem Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Dreßen
Montag, 30. Januar, 19.00 Uhr
VHS -Studienhaus am Neumarkt,
Josef Haubrich-Hof 2
50676 Köln

Öffnungszeiten der Ausstellung:
Mo. – Fr. 9 – 21 Uhr, Sa./So. 10 – 17 Uhr

Die Ausstellung macht mit Dokumenten der Kölner Finanzämter aus der Zeit des Dritten Reichs bekannt, in denen der staatlich organisierte Diebstahl des Eigentums der später deportierten und ermordeten jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger dokumentiert wird. Im Allgemeinen wird
unter dem Begriff „Arisierung“ die Beschlagnahmung,Nötigung und der Zwangsverkauf oder auch der „freiwillige“ Verkauf unter Wert von klein- und mittelständischen Betrieben oder auch von Warenhausketten verstanden.
Die Ausstellung macht jedoch anhand zahlreicher Akten deutlich, dass eben nicht nur Fabriken und Geschäfte darunter fielen, sondern auch Bettwäsche, Hausrat, ja selbst die Kohlen oder der letzte Sack Kartoffeln an ganz „normale kleine Leute“ verkauft und versteigert wurden.

Die Ausstellung findet in Kooperation mit ver.di – Bezirk Köln und der Arbeitsstelle Neonazismus der Fachhochschule Düsseldorf, Prof. Dr. Dreßen, statt.

Kontakt:
Jakob Schüller,
0221/221-23686,
jakob.schueller@stadt-koeln.de

Der Oberbürgermeister
Amt für Weiterbildung
Volkshochschule

Begleitprogramm als PDF